Alpenquerung

2009


Strasse durchs Centovalli
Pass San Bernardino
Abfahrt nach Hinterrhein
Blick auf den trüben Bodensee

Meine erste Alpenquerung mit dem Liegerad führte mich vom Simplon an den Lago Maggiore und dann weiter über den San Bernardino an den Bodensee.

Etappen:

Iselle - Arbedo (120 km; 6 h)
Mit dem Zug ging es von Brig nach Iselle um von dort meine Herbsttour über die Alpen zu starten. Rasch ging es das Val Divedro runter nach Crevoladossola um dort ins Centovalli abzubiegen. Vom Autofahren her kannte ich das Centovalli bereits auswendig und schon lange wollte ich mit dem Rad hindurchfahren. Nun war es endlich soweit.
Der Aufstieg von Masera durch's Val Vigezzo nach Santa Maria Maggiore hinauf war trotz Campingausrüstung einfach zu schaffen. Dannach war es eine einzige lange Abfahrt hinunter nach Locarno. Kurve folgte auf Kurve, es war einfach paradiesisch mit dem Liegerad die Strasse runterzufliegen.

Die eigentliche Überraschung war aber die Strecke von Locarno nach Bellinzona. Normalerweise ist der motorisierte Verkehr durch die Magadino Ebene omnipräsent. Doch die Veloland Schweiz Route führte mich abseits dieser Strassen rasch nach Bellinzona. Ich war dort so früh, dass ich mich entschied noch ein Stück weiter nach Roveredo zu fahren. Leider war der dortige Camping ausser Betrieb, so dass ich wieder zurück nach Arbedo fahren musste und dort auf dem TCS Camping übernachtete.

Arbedo - Thusis (102 km; 10 h)
Nach einer ruhigen Nacht ging es los in Richtung San Bernardino. Zu Beginn ging es noch recht gemütlich ins Valle Mesolcina. Doch ab Mesoco legte die Strasse an Steigung zu. Stellenweise musste ich mein Gefährt sogar schieben. Die maximale Steigung war zwar mit gerade mal knapp 9.7% angegeben, dennoch war die Strasse stellenweise etwas steiler angelegt. Doch da ich an keinem Wettkampf teilnahm war der Aufstieg auf den San Bernardino Pass doch recht gemütlich.

Nach dem Aufstieg kam eine rassige Abfahrt nach Hinterrhein. Spitzkehre folgte auf Spitzkehre, so dass es eine wahre Freude war dort hinunter zu fahren. Dabei wurde ich von zwei Angehörigen der Schweizer Armee auf ihren Göppeln überholt. Wahnsinn, wie die mit den alten Armeefahrrädern 05 den Berg runterrasten.

Im Tal angekommen ging es rasant an Splügen vorbei die Roflaschlucht runter und über die Via Mala nach Thusis zum Übernachten ins Hotel Weiss Kreuz.

Thusis - Romanshorn (140 km; 8 h)
Nach den vergangenen zwei Tagen in strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen kam nun das Gegenteil. Die Bise war angesagt und drückte den Nebel und die Wolken bei Thusis an die Berge. Die trübe Stimmung blieb bis an den Bodensee bestehen. Am Bodensee angekommen war ein Slalom zwischen heruntergewehten Ästen angesagt.

In Romanshorn angekommen beschloss ich dem kalten und trüben Wetter zu entfliehen und nahm den Zug in den Süden um der Rhône entlang ans Mittelmeer zu fahren.

Zusammenfassung der Etappen:

Etappe Nr.
Strecke
Kilometer
Fahrdauer
1
Iselle - Arbedo
120
6 h
2
Arbedo - Thusis
102
10 h
3
Thusis - Romanshorn
140
8 h
   
362
24 h

Literatur & Karten
  • Touristische Velokarte 1:301 000, Kümmerli+Frey, ISBN 978-3-259-00533-0

 


Bieler Nikolaus, 26.12.2009, aktualisiert 12.01.2010 - www.trailsurfer.ch

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26.12.2009: erster Entwurf
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